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Am schmalen Rande eines wüsten Abgrunds


In der Weimarer Republik war das Feuilleton der sozialdemokratischen Leipziger Volkszeitung eine weit über die Grenzen der Stadt hinaus angesehene Institution. Ab 1925 bereicherte Heinrich Wiegand das Blatt mit seinen Berichten über das reiche Musikleben Leipzigs, mit Kritiken zur modernen Literatur, Reportagen aus dem Alltagsleben der kleinen Leute und kritischen Analysen der Zeitgeschichte. Sein besonderer Einsatz galt der Moderne in Musik und Literatur. Eindringlich warb er für Gustav Mahler und Richard Strauss, Igor Strawinsky und Arnold Schönberg, für Franz Kafka, Bertolt Brecht und Hermann Hessse, mit dem ihn eine persönliche Freundschaft verband. Nach dem Verbot der LVZ blieb ihm nur der Weg ins Exil, wo er bereits im Januar 1934, kurz vor seinem 39. Geburtstag, verstarb. Der Band bietet mit einer Auswahl von 140 Texten erstmals einen Überblick über das publizistische Werk eines großen, zu Unrecht vergessenen Kritikers.


2012, 428 Seiten, Maße: 13,7 x 21,2 cm, Gebunden, Deutsch
Hrsg. v. Klaus Pezold Lehmstedt
ISBN-10: 3942473127
ISBN-13: 9783942473125

 

 
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