6 Uhr 41

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Soll er sie ansprechen? Was könnte sie - nach dreißig Jahren - zu ihm sagen? Eine Zugfahrt, die das Leben verändert ...
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Kommentar zu "6 Uhr 41"

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  • 5 Sterne

    9 von 20 Kunden fanden diese Bewertung hilfreich

    Jenny Vogler, 19.06.2015

    Cécile, eine selbstbewusste Frau, die ihr Leben im Griff hat und gerade von einem Besuch in ihrem Elternhaus zurückkehrt, trifft im Zug auf Philippe, ihren Ex-Freund. Beide erkennen einander, hängen aber schweigend ihren persönlichen Erinnerungen nach: einer Jugendliebe in London, einer kurzen aber einprägsamen Liaison. Damals mit Anfang 20 war Philippe der schillernde, dominante Part mit dem unbeugsamen Selbstvertrauen, heute ist er in die Jahre gekommen und philosophiert über seine Charakterschwächen. Sie haben sich nicht mehr viel zu sagen und sind doch neugierig, wieso sich der andere in den letzten zwei Jahrzehnten so offensichtlich verändern konnte …
    Auf dieses Buch bin ich durch bloßen Zufall gestoßen und habe dadurch wieder ein Kleinod wirklich guter, ansprechender Prosa entdeckt. Die wechselnden Monologe zwischen Cécile und Philippe schaffen eine hervorragende Grundlage, um sich in das Gefühlsleben beider Individuen hineinzuversetzen. Der kraftstrotzende, junge Mann der zum enttäuschten Mittvierziger avanciert und die kleine, graue Maus, die ihre Außenseiterrolle mühelos abstreifen konnte – beide wirken sympathisch und äußerst authentisch. Zwanzig Jahre sind eine lange Zeit und unterschiedliche Lebenswege, prägen den Menschen …
    Fazit: Ein ehrlicher, sehr realistischer Roman mit einem Hang zur Nostalgie. Optimale Lektüre für alle, die sich ebenfalls schon einmal gefragt haben, was aus ihrer Jugendliebe geworden ist und ob man auch in der Gegenwart noch Gefallen aneinander finden würde. Es ist die Frage nach dem Konjunktiv, die diesem Roman zu Grunde liegt: „Was wäre gewesen, wenn die Dinge anders verlaufen wären?“

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    janein

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