Der Junge, der seinem Vater nach Auschwitz folgte

Eine wahre Geschichte
 
 
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Fritz Kleinmann fasst einen unglaublichen Beschluss: Da er seinen Vater nicht alleinlassen will, folgt er ihm nach Auschwitz.

Jeremy Dronfields "Der Junge, der seinem Vater nach Auschwitz folgte" ist ein eindringliches Plädoyer gegen das Vergessen:...
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Fritz Kleinmann fasst einen unglaublichen Beschluss: Da er seinen Vater nicht alleinlassen will, folgt er ihm nach Auschwitz.

Jeremy Dronfields "Der Junge, der seinem Vater nach Auschwitz folgte" ist ein eindringliches Plädoyer gegen das Vergessen:...

Kommentare zu "Der Junge, der seinem Vater nach Auschwitz folgte"

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  • 5 Sterne

    S. K., 09.02.2020

    1938. Der Polsterer Gustav Kleinmann lebt mit Ehefrau Tini und den Kindern Herta, Edith, Fritz und Kurt in Wien, sie leben bereits in Alarmbereitschaft, da die deutsche Nazipolitik inzwischen ihre Anhänger in Österreich gefunden hat und sie als Juden nirgendwo mehr sicher sind. Als Gustav und Fritz verhaftet und gemeinsam zur Zwangsarbeit ins KZ Buchenwald verbracht werden, setzt Tini alle Hebel in Bewegung, um wenigstens ihre restlichen Kinder in Sicherheit zu bringen. Nur Kurt und Edith dürfen ausreisen, während Tini und Herta in ein Lager kommen. Die Selektion in Buchenwald macht vor Gustav nicht halt, er wird auf einen Transport nach Auschwitz gesandt. Fritz folgt ihm freiwillig nach, um seinen Vater nicht zu verlieren und sich gegenseitig zu stützen. Damit beginnt ein langer Leidensweg für beide…
    Jeremy Dronfield hat mit „Der Junge, der seinem Vater nach Auschwitz folgte“ aus den Tagebuchaufzeichnungen von Gustav Kleinmann und diversen Interviews mit Familienmitgliedern einen ergreifenden Roman vorgelegt, der den Leser mitten in die Seele fährt und nie wieder loslassen wird. Der Erzählstil ist flüssig, bildhaft und sehr berührend, dem Leser bleibt bei der Lektüre wirklich nichts erspart, so erlebt er die grausamen und menschenverachtenden Behandlungen durch die Nazis detailliert mit, die schon beim Lesen körperliche Schmerzen und Gänsehaut verursachen ob der Rohheit und Brutalität, die deren Gefangene damals ausgesetzt waren. Aufgrund dessen kann man das Buch auch nicht in einem Durchgang lesen, zu sehr gehen einem die Zeilen an die Nieren und lassen die Bilder im Kopf ständig aufs Neue hervortreten. Dronfield offenbart das perfide Spiel der Nazis, deren Foltermethoden und vor allem die leibhaftige Hölle, durch die die Inhaftierten gehen mussten und zum Großteil nicht überlebten. Auschwitz ist zwar das bekannteste Vernichtungslager der Nazis, doch auch Zwangsarbeitslager wie Buchenwald tragen den Schrecken vor sich her, in denen sich die Menschen bei unzureichender Ernährung zu körperlich Tode schuften mussten. „Arbeit macht frei“ bekommt hier genau die Bedeutung, die mit dem Schriftzug in Auschwitz auch gemeint ist. Umso erstaunlicher ist, dass Gustav und Fritz diese Hölle tatsächlich überlebt haben. Darüber hinaus gibt es auch besondere und anrührende Momente ein Zeichen von Hoffnung, das ihnen hilft, weiter durchzuhalten. Die sich hier zeigende Menschlichkeit und das Miteinander stehen im großen Kontrast zu der brutalen Szenerie der Nazis.
    „Der Junge, der seinem Vater nach Auschwitz folgte“ ist ein herausragend zusammengetragenes Zeitzeugnis, das einmal mehr deutlich macht, wozu der Mensch fähig ist, im guten wie im schlechten Sinne. Gerade, weil sich bereits in der heutigen Zeit die Zeichen mehren, dass niemand aus der damaligen Zeit gelernt hat, sollten viele dieses Buch lesen, damit sie nicht vergessen…

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    janein
  • 5 Sterne

    2 von 5 Kunden fanden diese Bewertung hilfreich

    Sigrid K., 04.01.2020

    Erschütternde Geschichte

    „Gemeinsam stärker als der Tod“

    Wien 1938: Die Familie Kleinmann lebt seit dem Anschluss in Angst und Schrecken, immerhin ist bereits bekannt wie die Nazis mit Juden verfahren. Gustav, Tini und deren vier Kinder – Edith, Herta, Fritz und Kurt – hoffen, dass die Familie zusammen bleiben kann und versuchen das Beste aus der Situation zu machen. Doch schon bald werden Gustav und Fritz verhaftet und ins KZ Buchenwald gebracht. Tini versucht unermüdlich ihre Kinder zu schützen und eine Ausreisegenehmigung zu erhalten. Dies gelingt nur für Edith und Kurt. Auch Tini und Herta werden letztendlich von der Gestapo verhaftet und in ein Lager geschickt.

    Das Buch erzählt nun die Geschichte der Familie aus unterschiedlichen Perspektiven. Hauptsächlich aus Sicht von Gustav oder Fritz, die Unvorstellbares erleben müssen – und dies über Jahre. Das einzige was die beiden am Leben hält, ist ihre Liebe und ihr Zusammenhalt. Als Gustav nach Auschwitz deportiert werden soll, beschließt Fritz, seinem Vater zu folgen. Welche Schrecken den beiden während der Gefangenschaft noch blühen, erahnen sie nicht mal ansatzweise.

    Geheim schreibt Gustav über Jahre in seinem Tagebuch und wie durch ein Wunder, wird dieses von den Nazis nicht entdeckt. Der Autor Jeremy Dronfield hat dieses Lagertagebuch als Grundlage für diese erschreckende Geschichte genommen, ergänzt noch durch Gespräche mit Familienmitgliedern, vor allem mit Fritz, ergibt das Buch ein detailliertes Bild des Grauens.

    „Nicht verzweifeln, Zähne zusammenbeißen, die Mörder der SS dürfen nicht siegen.“

    Während des Lesens musste ich mehrmals unterbrechen, die Grausamkeiten sind schon beim Lesen nur schwer zu ertragen. Sicherlich gibt es unzählige solcher Schicksale und diese Geschichte soll wohl auch stellvertretend dafür stehen. Was mich aber positiv gestimmt hat, war der Zusammenhalt und die Solidarität der Gefangenen. Liebe, Freundschaft, Unterstützung, Hoffnung und eine große Portion Glück hat Gustav und Fritz letztendlich gerettet und ein Leben nach der Hölle ermöglicht. Ergänzend finden sich einige private Bilder der Familie Kleinmann. Ebenso erfährt man neben dieser Geschichte über die politischen Entwicklungen dieser Zeit und das Leben der Familie nach dem Krieg.

    Ein wichtiges Buch gegen das Vergessen. Keine leichte Kost, aber ich wünsche dem Buch viele Leser. 5 Sterne

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    janein

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