Ein unvergänglicher Sommer

Roman

Isabel Allende

Durchschnittliche Bewertung
4Sterne
17 Kommentare
Kommentare lesen (17)

Schreiben Sie einen Kommentar zu "Ein unvergänglicher Sommer".

Kommentar verfassen
Ein Schneesturm in Brooklyn, und den Auffahrunfall tut Richard als belanglose Episode ab. Aber kaum ist der eigenbrötlerische Professor zuhause, steht die Fahrerin des anderen Autos vor der Tür. Evelyn ist völlig aufgelöst: In ihrem Kofferraum...

Buch24.70 €

In den Warenkorb

lieferbar

Bestellnummer: 5701081

Auf meinen Merkzettel
Versandkostenfrei
Bestellungen mit diesem Artikel sind versandkostenfrei!
Ihre weiteren Vorteile
  • Selbstverständlich 14 Tage Widerrufsrecht
  • Per Rechnung zahlen

Das könnte Ihnen auch gefallen

Kommentare zu "Ein unvergänglicher Sommer"

Sortiert nach:relevanteste Bewertung zuerst
Filtern nach:alle
Alle Kommentare
  • 4 Sterne

    2 von 3 Kunden fanden diese Bewertung hilfreich

    Webervogel, 15.10.2018

    Ungewöhnlicher Roadtrip – unterbrochen von drei dramatischen Vergangenheiten

    Ich hatte noch nie zuvor ein Buch von Isabel Allende gelesen, aber die Ausgangssituation von „Ein unvergänglicher Sommer“ zog mich gleich in ihren Bann. Eine eiskalte Winternacht in New York bringt drei höchst unterschiedliche Personen zusammen: Den Universitätsprofessor Richard, seine chilenische Untermieterin Lucia und die Guatemaltekin Evelyn, die sich illegal in den USA aufhält. Eine der drei genannten Figuren hat im wahrsten Sinne des Wortes eine Leiche im Kofferraum, die diese neugebildete Schicksalsgemeinschaft notgedrungen zusammen loswerden will. Ein Roadtrip beginnt – kurz nach einem Jahrhundertschneesturm. Und wird das Leben von Richard, Lucia und Evelyn für immer verändern.

    Anfangs war ich irritiert, dass mich die Autorin wiederholt aus diesem Roadtrip herausriss. Kapitelweise widmet sie sich immer wieder der Vergangenheit ihrer Protagonisten, die schließlich mehr Raum einnimmt als die eigentliche Geschichte in der Romangegenwart. Von dieser wird man als Leser schon sehr weit weggeführt, wenn man sich z.B. in Evelyns Kindheit vertieft. Sie wächst in extrem ärmlichen Verhältnissen bei ihrer Großmutter auf, einer starken und liebevollen Frau, doch als ihr ältester Bruder sich einer Gang anschließt, brechen sich entsetzliche Ereignisse Bahn. Evelyn als jüngste der drei Hauptfiguren hat schon so viel erlebt, dass es für einen eigenen Roman gereicht hätte und so ist es dann auch ein langer Weg, bis ihre Vergangenheit schließlich mit der Gegenwart zusammengeführt wird. Gleiches gilt für die anderen beiden Protagonisten: Auch ihr bewegtes Leben wird detailliert erzählt. Allende ist eine wahre Meisterin der Beschreibung menschlicher Schicksale, doch an manchen Stellen war mir die Häufung persönlicher Unglücksfälle dann doch zu viel und schien mir auch etwas übertrieben – der Verzicht auf ein, zwei Schicksalsschläge hätte dem Buch vielleicht noch besser getan. Stellenweise kam mir „Ein unvergänglicher Sommer“ überladen vor, aber das gab sich im letzten Buchdrittel, in dem sich alles federleicht zusammenfügt. Die Autorin versteht ihr Handwerk, auch die Sprache des Romans ist durchgängig schön und bei ihrer Schilderung der Romangegenwart hat sie sich außerdem noch einen feinen Humor erlaubt, der dem Buch immer wieder die Schwere nimmt. Allende schafft es, ihre Leser gleich in mehrere Welten zu entführen, die auch noch völlig unterschiedlich sind. Sie legt dabei ihren eigenen Spannungsbogen immer wieder brach, weswegen ich mich gelegentlich zum Weiterlesen aufraffen musste, doch insgesamt hat mir dieser vielschichtige und dramatische Roman gefallen.

    War dieser Kommentar für Sie hilfreich?

    janein
  • 2 Sterne

    2 von 3 Kunden fanden diese Bewertung hilfreich

    brauneye29, 27.09.2018

    Zum Inhalt:
    Eigentlich war es nur ein harmloser Auffahrunfall. Als die Unfallbeteiligte plötzlich aufgelöst vor Richards Türe steht, zeigt sich das große Dilemma der Situation. In ihrem Kofferraum liegt eine Leiche und sie ist illegal in Amerika.
    Meine Meinung:
    Ich glaube, das war mein erster Roman von Isabel Allende und es wird voraussichtlich auch der letzte bleiben. Ich fand das Buch extrem langatmig und auch trotz der vermeintlich spannenden Geschichte total langweilig. Auch der Schreibstil an sich hat mich sogar nicht begeistern können. Die Protagonisten blieben mir fremd und eigentlich auch wenig sympathisch. Ich konnte mich auch nicht an den etwas eigenwilligen Schreibstil gewöhnen wie es sonst nach längerer Lektüre gelingt. Hier fiel es mir bis zum Schluss schwer überhaupt zu Ende zu lesen.
    Fazit:
    Nicht mein Ding.

    War dieser Kommentar für Sie hilfreich?

    janein
  • 5 Sterne

    2 von 4 Kunden fanden diese Bewertung hilfreich

    S.G., 01.10.2018

    Fesselnde Handlung - beseelte Figuren

    Festzustellen, dass einem im Herbst des Lebens "ein unvergänglicher Sommer" bevorsteht, muss großartig sein.
    So zumindest entwickelt sich das von Ängsten und Zwängen bestimmte Leben des 60jährigen Richard im Laufe dieser fesselnden Geschichte.

    Isabel Allende erzählt aus dem Leben dreier grundverschiedener Menschen, die durch eine schicksalhafte Begegnung aufeinandertreffen.

    Richard, alleinlebender Universitätsprofessor, fährt in einem schweren Schneesturm, von Sorgen und Selbstvorwürfen geplagt, auf ein anderes Fahrzeug auf. Am Steuer sitzt Evelyn Ortega, eine junge, aus Guatemala stammende illegale Einwandererin. Im Kofferraum: eine Leiche.
    Richard, schnell mit der Situation überfordert, wendet sich hilfesuchend an seine aus Chile stammende Mieterin und Kollegin Lucía Maraz. Die 62jährige, die als Gastdozentin ebenfalls an der Universität von New York lehrt und erst seit einigen Monaten in der Wohnung unter Richard wohnt, soll die Sprachbarriere zu der stotternden Evelyn durchbrechen.
    Die drei stellen schnell fest, dass es nur einen Weg gibt, unbeschadet aus der Situation zu entkommen: Leiche und Fahrzeug müssen weg.
    Von der Umsetzung dieses Plans, den sich daraus ergebenden Situationen und vor allem von der sich langsam anbahnenden Beziehung zwischen Lucía und Richard, erzählt die Rahmenhandlung. Es geht darum, Vertrauen zu haben in Neuanfänge, die das Leben einem vor die Füße wirft. Darum, dem Leben und der Liebe - auch in fortgeschrittenen Lebensphasen - eine Chance zu geben und darüber vielleicht in den Genuss eines "unvergänglichen Sommers" zu kommen.

    Neben dieser Rahmengeschichte werden die Lebensgeschichten von Lucía, Evelyn und Richard erzählt, die ebenso wichtig daherkomen, wie die Rahmenhandlung selbst. Alle drei haben eine traumatische Vergangenheit hinter sich. Jeder von ihnen eine andere Strategie der Bewältigung.
    Es geht um politische Themen wie Verfolgung, Rassismus, Menschenhandel, um Gewalt in der Ehe, physische und psychische Handicaps und vieles mehr.

    Für mich ist "Ein unvergängliche Sommer" ein gelungener Roman, der viel Historisches erzählt, sowohl eine Kriminal- als auch Liebesgeschichte enthält.
    Beeindruckend finde ich vor allem die bis ins kleinste Detail herausgearbeiteten Figuren. Selbst die Nebenfiguren sind charakterlich einzigartig und interessant.

    War dieser Kommentar für Sie hilfreich?

    janein
mehr KommentareAlle Kommentare

Mehr Bücher des Autors

Weitere Empfehlungen zu „Ein unvergänglicher Sommer “