Nina Schenk Gräfin von Stauffenberg

Ein Porträt

Konstanze von Schulthess

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Am 20. Juli 1944 verliert Nina, Frau des Hitler-Attentäters Claus Schenk Graf von Stauffenberg, den Mann, den sie liebt. Sie ist schwanger mit ihrer Tochter Konstanze - und wird kurz darauf inhaftiert. Nur ihre Darstellung der unpolitischen...

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Kommentar zu "Nina Schenk Gräfin von Stauffenberg"

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    Sigrid K., 13.07.2019

    Beeindruckende Persönlichkeit

    Die Autorin Konstanze von Schulthess ist die Tochter von Nina Schenk Gräfin von Stauffenberg (1913 – 2006) und von Claus Schenk Graf von Stauffenberg, der Widerstandskämpfer, der das Attentat vom 20. Juli 1944 auf Hitler mit einer Gruppe von Gleichgesinnten plante und umsetzte. Mit diesem Porträt setzt die Autorin ihrer Mutter ein Denkmal und gibt tiefe Einblicke in persönliche Geschichten und Ansichten.

    Bereits früh war Nina sehr eigenwillig, setzte auch als ganz junges Mädchen durch, dass sie den jungen Claus heiraten durfte. Durch die oftmalige Abwesenheit ihres Mannes musste sie schon bald für ihre Kinder alleine dastehen und Entscheidungen treffen. Zur Zeit des Attentats war sie schwanger und wurde nach dem Scheitern verhaftet und in verschiedene Gefängnisse gebracht, wo sie lange Zeit von ihren Kindern nichts hörte und sah. Zum Glück wurde ihre Schwägerin Melitta von Stauffenberg von der Sippenhaft verschont, weil sie den Nazis als Pilotin wichtig war. Durch Melitta wurde die Verbindung zwischen den Familienmitgliedern aufrecht gehalten und Briefe hin- und hergeschmuggelt.

    Bewundernswert, mit wie viel Disziplin Nina sich in Gefangenschaft organisiert, den Tag strukturiert um zu überleben. Wie viel Kraft mag es ihr gekostet haben, den Vater bei den Kindern nicht als Held dastehen zu lassen, um die Kleinen zu schützen. Was mag wohl in ihr vorgegangen sein, als Himmler davon sprach, die Stauffenbergs „auszurotten“. Eine Genugtuung in späteren Jahren, dass ihm dies nicht gelungen ist…

    Die Autorin, als jüngstes Kind der Stauffenbergs und in Gefangenschaft geboren, darf ihren Vater nie kennenlernen. Doch ihre Mutter hat zeitlebens sein Andenken hoch gehalten und vieles zu erzählen gewusst. Auch verfasste sie auf Wunsch der Kinder eine Familienchronik, in der die wichtigsten Eckdaten festgehalten wurden. Briefe oder Tagebücher sind nur wenige überliefert, diese aufzubewahren wäre während der Naziherrschaft zu gefährlich gewesen – hätte Mitwisser ins Visier der Gestapo gebracht. Ob die Ehefrauen der Widerstandskämpfer wussten, auf welch gefährlichem Terrain sich ihre Männer begaben? Nina wusste – und duldete – auf jeden Fall die Handlungen ihres Mannes, dies kommt in dem Buch klar hervor. Eine Vereinbarung mit ihrem Mann, dass einer von beiden überleben muss, um für die Kinder da zu sein, konnte sie mit viel Glück und Durchhaltevermögen aufrecht halten.

    Die Autorin zeigt auch einige Fotos, die ihre Mutter durch das Kriegsgeschehen bringen konnte, die dem Buch noch zusätzlich eine persönliche Note geben.

    Ich fand die Geschichte sehr berührend erzählt, besonders die Ungewissheit nach dem Attentat oder nach ihrer Verhaftung war vermutlich sehr einschneidend. Ebenso finde ich es großartig, dass die Ehefrauen der Widerstandskämpfer endlich eine Stimme bekommen und ihre Sicht der Dinge erzählt wird. Viele der Frauen, darunter auch Nina, haben nie wieder geheiratet und ihren Männern ihr Leben lang die Treue gehalten.

    Ein beeindruckendes Porträt über eine starke und eindrucksvolle Frau, die zu 100% hinter ihrem Mann stand und für ihre Kinder leben wollte. 5 Sterne

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    janein

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